{Travel Peru} Vom Rainbow Mountain durch das Red Valley

Buntes Highlight beim Rainbow Mountain in Peru: Über unsere anstrengendste und schönste Wanderung im Land der Inkas

Peru Rainbow Mountain Red Valley Cusco

Immer wieder werden wir seit unserer Rückkehr aus dem Sabbatical nach unseren Highlights gefragt. Eines davon war definitiv der Tagesausflug von Cusco aus zum Rainbow Mountain und durch das Red Valley in Peru. Gerade letzteres, nämlich das Red Valley, hat die Tour zu etwas ganz Besonderem gemacht. Obwohl es wirklich unglaublich anstrengend war aufgrund der Höhe.

Peru Rainbow Mountain Red Valley Cusco

Anreise und Aufstieg
Schwer unbegeistert war ich von unserem Tagesausflug zum Rainbow Mountain als morgens um drei der Wecker klingelt. Im Kleinbus, der uns in drei Stunden zum Fuß des Berges bringt, kann ich dank Schlafmaske noch ein bisschen Schlaf nachholen. Das letzte Stück der Fahrt schlängeln wir uns aber schon sehr nah am Abgrund durch die Anden, was mir ein bisschen die Ruhe nimmt. Bevor es auf den bunten Berg geht, gibt es noch ein leckeres Frühstück in einer der vielen Holzhütten. Warm ist es dort nicht, aber einigermaßen windgeschützt. Dann machen wir uns auf den Weg zu unserem eigentlichen Ziel: dem Rainbow Mountain. Die Einzigen sind wir nicht auf dieser Wanderung, ganz im Gegenteil, es ist wahnsinnig viel los für diese frühe Stunde. Macht aber nichts, Platz ist genug auf den breiten Wegen durch die schöne Berglandschaft. Was wirklich anstrengend ist, ist die Höhe! Auf über 5000m fällt das Atmen mit jedem Schritt schwerer. Die Einheimischen stehen aber für die härteren Fälle schon mit Pferden bereit, die einem den Weg zum Gipfel abnehmen. Wir wollen es eigentlich auf eigene Faust schaffen, denn der Weg ist an sich nicht steil. Nach etwa der Hälfte des Weges kann ich allerdings einfach nicht mehr, denn ich kann nicht nur nicht atmen, mir wird auch sehr schwindelig und ein bisschen flau im Magen, ich fühle mich kraftlos und kann wirklich nicht mehr weiter. Die Höhenkrankheit hat mich voll erwischt. Zum Glück bekommt man auch unterwegs immer noch ein Pferd und so überwinde ich meinen Stolz und steige ich auf, genau wie einige andere. Wäre ja schade, einfach umzudrehen. Mit dem Pferd ist es gar kein Problem mehr, sobald die Anstrengung wegfällt, sind auch die Symptome der Höhenkrankheit vergangen. Der Herr Keks geht tapfer weiter. Oben treffen wir uns wieder und erklimmen gemeinsam die letzten Meter des durch verschiedene Mineralien bunt eingefärbten Gipfels. Der Anblick ist wahnsinnig schön und die große Anstrengung absolut wert. Allerdings ist wirklich richtig viel los, unglaublich viele Menschen sind auf diesem Gipfel.

Peru Rainbow Mountain Red Valley Cusco

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Durch das Red Valley
Nach der Zeit für Bilder geht es für die meisten dieser vielen Menschen einfach wieder den gleichen Weg zurück. Unsere Gruppe von 8 Personen nimmt jedoch einen anderen Weg: wir gehen die 4-stündige Wanderung durch das Red Valley – und genau das war die beste Entscheidung überhaupt! Denn wir waren plötzlich allein in dieser wundervollen und einzigartigen Landschaft. Der Rainbow Mountain war wunderschön, ich glaube aber, dass ich enttäuscht gewesen wäre, wenn wir nur dort gewesen wären, denn das Red Valley war mein eigentliches Highlight. Die Landschaft ist traumhaft, die bunten Farben, die Weiten, die Einsamkeit, dazwischen Herden der süßen Alpacas. Ich muss gestehen, es war unglaublich anstrengend, weil sich die Höhe die erste Zeit noch bemerkbar gemacht hat und der Weg einfach sehr weit war. Aber jedesmal wenn man eine Pause macht und sich umschaut, dann ist es das wert. Zumindest mir ging es so 🙂 Nach der Wanderung bekamen wir noch einmal traditionelles Essen aus der Region serviert, bevor wir uns auf die Heimfahrt machten, die ich trotz Geholper einfach komplett verschlafen habe.

Peru Rainbow Mountain Red Valley Cusco

Peru Rainbow Mountain Red Valley Cusco

Peru Rainbow Mountain Red Valley Cusco

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Organisatorisches:

Die Tour könnt ihr in Cusco buchen, auch relativ spontan ein bis zwei Tage vorher. Wir haben bei Inkatimetours gebucht und etwa 30$ pro Person gezahlt. Von einer Onlinebuchung über „get your guide“ oder ähnliches rate ich euch ab, die sind meist um einiges teurer und ihr seid unflexibler.

Wer von Cusco aus auch noch zum Machu Picchu will (und wer will das nicht?!), der sollte nach der Eingewöhnung in Cusco (wegen der Höhe) erst die Rainbow Mountain Tour machen und dann erst zum MaPi reisen. Die Inkastätte liegt nämlich niedriger als Cusco und eure Eingewöhnung ist eigentlich wieder weg wenn ihr zuerst dorthin fahrt.

Zieht euch warm an! Und zwar im Zwiebellook, denn das Wetter ist so abwechslungsreich wie die Landschaft. Vor allem beim frühen Start ist es noch sehr kalt, aber Regen und starker Wind zwischendurch sind nicht ungewöhnlich, genau wie der ein oder andere Sonnenstrahl.

Nehmt euch Snacks mit! Denn vom Frühstück bis zum abschließenden Essen ist es lang und unterwegs könnt ihr, zumindest im Red Valley, nichts mehr bekommen. Also einfach ein paar Quinoariegel und Bananen in Cusco kaufen und mitnehmen.

Peru Rainbow Mountain Red Valley Cusco

Peru Rainbow Mountain Red Valley Cusco

Schon öfter habe ich gehört, wie Leute sagen, sie hätten die Tour nicht gemacht, wenn sie gewusst hätten, wie anstregend sie ist. Ich würde sie nicht ohne das Red Valley empfehlen, denn nur für den Rainbow Mountain lohnt sich die Anstrengung meiner Meinung nach wirklich nicht, weil er so überlaufen ist. Wart ihr schon beim Rainbow Mouintain und was denkt ihr darüber? Bzw. habt ihr jetzt Lust bekommen auf Peru und seine sagenhafte Landschaft?
Schönen Sonntag euch!
Alexa

Ein Kommentar bei „{Travel Peru} Vom Rainbow Mountain durch das Red Valley“

  1. Hi Alexa,

    tolle Fotos und einfach eine traumhafte Landschaft und Farben, so schön weitläufig und entspannend fürs Auge. Die Alpakas sehen wirklich süß und knuddelig aus. Da bekomme ich auf jeden Fall Lust auf Peru, auch wenn es anstrengend war. Ist es zu einfach, macht es doch auch keinen Spaß.

    LG
    Nina

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