Das mildeste aller Currys: Massamancurry mit Gemüse

Warum Curry nicht zwangsläufig scharf sein muss und Gemüse nicht immer vegetarisch ist…

Massamancurry

Die tolle Aktion Let´s cook together von Ina geht auch dieses Jahr weiter und ich freu mich so wahnsinnig darüber! Ich liebe ihre Themen und Ideen und finde es immer wieder spannend, wie vielseitig diese umgesetzt werden! Das Thema in diesem Monat lautet Curryliebe und da musste ich gleich an unseren Urlaub in Thailand denken. Dort gab es Curry auf jeder Karte in mindestens drei Varianten und wir haben auch an zwei von drei Tagen Curry gegessen. Eben auch, weil es nie langweilig wird bei den vielen Varianten! Ich bin nicht so der scharfe Esser im Gegensatz zum Herrn Keks. So haben wir oft einfach zwei Currys bestellt, probiert und das mildere ging dann an mich. Ganz unproblematisch ist da das Massamancurry, ein sehr, sehr mildes und cremiges Curry mit Kartoffeln drin. Meine Wahl fiel demnach entweder auf dieses Curry, oder auf grünes Curry, dessen Geschmack ich einfach sehr liebe und das ich immer in weniger scharf bestellte. Nachdem ich euch mein Rezept für grünes Curry aber schon mal hier gezeigt habe, wird es heute das Massamancurry.

Massamancurry

Ich wollte eigentlich die vegetarische Version davon machen und einfach Gemüse statt Fleisch nehmen. Hab ich auch. Gute Entscheidung, war köstlich. Beim Zusammenschreiben der Zutaten ist mir dann aber aufgefallen, dass das Curry dennoch nicht vegetarisch ist, denn es enthält Fischsoße. Ich habe ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass es auch eine selbstgemachte und vegetarische Variante der Fischsoße gibt. Das scheint mir jedoch sehr aufwendig zu sein. Vegetariern würde ich daher stattdessen Sojasauce empfehlen, das ist zwar dann nicht ganz traditionell, aber ebenfalls sehr würzig und lecker.
Übrigens habe ich mich dieses Mal auch dazu entschieden, die Currypaste selbst zu machen. Im gut sortierten Asialaden solltet ihr aber auch fertige finden. Dafür braucht ihr einen Mörser, viel Kraft in den Armen oder einen starken Gehilfen und folgende Zutaten:
1/2 TL Koriandersamen, 5 Pfefferkörner, 1 TL Zitronengras (meines war getrocknet, aber frisches ist sicher noch besser), 1/2 TL gemahlener Kurkuma, 3 Kapseln Kardamom, 1cm frischer Ingwer.

Massamancurry

Für zwei Portionen Massamancurry braucht ihr:

  • 2 gekochte Kartoffeln
  • 2 Karotten
  • 1 Zucchini
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwa 2 cm frische Chilischote
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 2 Sternanis
  • 1 Zimtstange
  • Massamancurrypaste, gekauft oder nach obigem Rezept selbst gemacht
  • 2 EL Fischsauce (bzw. alternativ Sojasauce)
  • 400ml Kokosmilch
  • Erdnüsse nach Geschmack
  1. Das Gemüse waschen, bzw. schälen und in kleine Stücke schneiden, auch die Kartoffeln und die Schalotte. Den Knoblauch schälen und sehr fein schneiden. Die Chilischote von dem Inneren befreien und auch sehr fein schneiden.
  2. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, Gemüse, Schalotte, Chili und Knoblauch darin anbraten. Sternanis und Zimtstange auch dazulegen.
  3. Die Massamancurrypaste dazugeben und etwa 2 – 3 Minuten unter Rühren mitanbraten. So wird der Geschmack viel intensiver.
  4. Mit der Kokosmilch ablöschen und etwa 10 Minuten einköcheln lassen.
  5. Mit der Fischsauce würzen. Abschmecken mit Salz, falls noch notwendig.
  6. Erdnüsse dazugeben und Servieren.

Traditionell wird dazu Reis gegessen.

Massamancurry

Ach ja, Curry weckt bei mir gleich wieder so eine Asiensehnsucht! Am liebsten würde ich sofort die Koffer packen und den nächsten Flug nach Thailand nehmen. Dann auf einer der schönen Inseln auf Bastmatten sitzen und Curry löffeln.. Stattdessen  begebe ich mich dann doch in die volle U-Bahn und in mein Büro, aber träumen darf man ja 😉
Habt eine schöne Woche!
Alexa

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6 Kommentare bei „Das mildeste aller Currys: Massamancurry mit Gemüse“

  1. Super Idee mit den Kartoffeln im Curry! Ich mache mein Curry zum Beipsiel nie mit Fischsauce, aber das ist ja auch eher bei den Thailändern tradition oder? Ich koche meistens eher indische Currys 🙂

    LG Jana

    1. Alexa von Keks und Koriander sagt: Antworten

      Liebe Jana, danke dir! Da hast du Recht, das ist eher eine thailändische Tradition, genau wie die Currypaste statt Gewürzen.
      LG, Alexa

  2. danke du liebe 🙂 dein curry hört sich auch wunderbar an!
    und kartoffeln im curry liebe ich!

  3. Hallo Alexa,

    Das Thema Curryliebe finde ich aber toll, da hab ich ja Glück durch Deinen Beitrag darauf aufmerksam geworden zu sein. Ich mag recht mildes Curry sehr gerne und habe auch schon mal das ein oder Andere selber gemacht aber meistens dann doch auswärts gegessen. Currypaste selber gemacht habe ich bisher nur in einem Kochkurs, sonst war mir das immer zu aufwendig. Mit Fischsoße habe ich bisher auch noch nicht gearbeitet aber wäre mal eine andere Variante. Meist nehme ich Sojasoße und als Zutat meist noch Tofu. Dein Massamancurry sieht und liest sich jedenfalls sehr gut. Für mich ist auch immer wichtig das es nicht zu kompliziert und zeitaufwendig ist.

    LG
    Nina

  4. Dein Curry klingt nach einer echten Geschmacksexplosion! Sternanis und Zimt im Curry klingt wirklich fantastisch und die Idee mit Fischsoße zu kochen ist auch neu für mich 🙂 Ich finds auch klasse, wenn das Curry nicht all zu scharf ist – leider habe ich so überhaupt keine Toleranz für Schärfe, liebe Curry dennoch über alles! Das Rezept muss ich unbedingt mal nachkochen 🙂

    Liebe Grüße,
    Katrin

  5. Ich liiiebe Massaman-Curry <3 Das hab ich auch im Urlaub in Thailand gefuttert, hach. Am Strand von krabbeligen Einsiedlerkrebsen umzingelt.
    Einmal war mein Curry auch so scharf, dass es mein Freund auffuttern musste, der hält ordentlich was aus *lach. Nur bei so ner Suppe von ner Straßenküche ganz ab von jeglichen Touristraßen, da hat er ganz schön rote Ohren bekommen^^
    Liebe Grüße, Sabine

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